Einbildung oder Fakten?
Wie einseitig berichtet ARD, ZDF und die Privaten wirklich?
Doch dieses Gefühl von sachlicher Objektivität ist bei vielen Bürgern längst verflogen. Immer mehr Menschen haben den Eindruck: Die Medien – allen voran die öffentlich-rechtlichen Sender, aber auch viele Private – driften nach links ab. Es fühlt sich oft nicht mehr nach Berichterstattung an, sondern nach Erziehung.
Die Frage ist: Bilden wir uns das nur ein? Ist das reine Wahrnehmung, weil die Zeiten unruhiger werden? Oder ist diese Linkslastigkeit und die einseitige Themenauswahl tatsächlich messbar?
Bevor wir uns die harten Fakten der Wissenschaft anschauen, wie immer das unumstößliche Fundament der Fisimatenten-Netzwerker: Wir betreiben hier kein billiges Medien-Bashing. Wir halten zu keiner Partei. Uns geht es um die nackten Fakten. Und der sagt uns: Wenn das Vertrauen in die Hauptnachrichten des Landes wegbricht, gerät das Fundament unserer Demokratie ins Wanken.
Schauen wir uns an, was die Medienwissenschaft und reale Daten dazu sagen:
1. Wer macht eigentlich die Nachrichten? (Die Volontärs-Studie)
Um zu verstehen, warum Nachrichten eine bestimmte Färbung bekommen, muss man schauen, wer sie schreibt. Eine vielbeachtete Studie der Universität Mainz unter ARD-Nachwuchsjournalisten (den sogenannten Volontären) brachte ein erschreckendes Ungleichgewicht ans Licht: Auf die Frage, welche Partei sie wählen würden, gaben über 90 Prozent der angehenden ARD-Journalisten Grün, Links oder SPD an. Die Grünen allein lagen weit vorne. Konservative oder liberale Ansichten spielten beim journalistischen Nachwuchs so gut wie überhaupt keine Rolle mehr. Nun kann man sagen: „Ein Profi trennt Job und Privatmeinung.“ Doch die Praxis zeigt, dass das eine Illusion ist. Wenn die gesamte Redaktion dieselbe politische Brille trägt, verändert das automatisch den Blick auf die Welt.
2. Meinung statt Fakten: Das „Framing“
Genau hier liegt das Problem, das du beim Schauen der Tagesschau bemerkst: Es schleichen sich immer mehr moralische Wertungen in die Beiträge ein. Es wird nicht mehr nur berichtet, dass eine Entscheidung getroffen wurde, sondern sie wird direkt sprachlich bewertet (das nennt man „Framing“). Kritische Stimmen zu Themen wie Migration, Gendersprache oder Klimapolitik werden oft nicht mehr als gleichwertige politische Positionen dargestellt, sondern moralisch herabgestuft oder gar nicht erst eingeladen.
3. Das Verschweigen von Themen (Agenda Setting)
Du hast völlig recht: Es geht nicht nur darum, wie über etwas berichtet wird, sondern worüber geschwiegen wird. In der Medienwissenschaft nennt man das „Agenda Setting“ – die Macht zu bestimmen, was überhaupt wichtig ist. Wenn Themen, die den normalen Bürger im Alltag massiv bewegen (wie Kriminalität im öffentlichen Raum, die realen Kosten der Energiewende oder die Überlastung der Kommunen), in den Hauptnachrichten nur eine Randnotiz sind, während ideologische Nischenthemen tagelang die Prime-Time füllen, ist das kein Zufall. Es ist das Ergebnis einer Redaktionsblase, die den Kontakt zur Lebensrealität der normalen Bevölkerung verloren hat.
Die fatalen Folgen des Haltungsjournalismus
Wenn Journalisten sich nicht mehr als neutrale Beobachter sehen, sondern als „Erzieher“, die das Volk in eine – ihrer Meinung nach – richtige moralische Richtung lenken wollen, erreichen sie das exakte Gegenteil des Beabsichtigten. Es entsteht ein massiver Vertrauensverlust.
Die Menschen sind nämlich nicht dumm. Sie merken im Alltag, wenn die Preise im Supermarkt steigen oder es Probleme in der Schule ihrer Kinder gibt. Wenn ihnen dann im Fernsehen eine heile, politisch korrekte Welt präsentiert wird, in der Kritik unerwünscht ist, fühlen sie sich betrogen.
Das Ergebnis dieses links-grünen Übergewichts in den Redaktionen ist folgendes: Die etablierten Medien treiben die Menschen durch diese Einseitigkeit regelrecht in die Arme von alternativen, oft ungeprüften Kanälen im Internet. Wer sich von ARD, ZDF oder RTL nicht mehr ausgewogen informiert fühlt, sucht sich seine Wahrheit woanders – und landet im schlimmsten Fall bei echter Desinformation. Die vermeintlich „gute Absicht“ der Journalisten, das Land vor extremen Meinungen zu schützen, spaltet die Gesellschaft also in Wahrheit immer tiefer.
Was wir fordern – Die Aufgabe der Fisimatenten-Netzwerker:
Wir brauchen eine Rückkehr zum Handwerk! Journalismus darf keine Gesinnung haben. Ein guter Journalist stellt jedem Politiker – egal welcher Farbe – die unbequemen Fragen. Er bildet das Abbild der Gesellschaft ab, und nicht das Wunschbild seiner Redaktion.
Wir als Fisimatenten-Netzwerker schauen genau hin. Wir lassen uns nicht vorschreiben, welche Themen wichtig sind. Wir greifen das auf, was die normalen Leute auf der Straße bewegt – mit kühlem Kopf, nackten wissenschaftlichen Zahlen, reiner Logik und ohne ideologische Scheuklappen. Wenn die großen Sender den gesunden Menschenverstand abschalten, schalten wir ihn erst recht ein.
Lass uns heute in den Kommentaren diskutieren: Bei welchen Nachrichtenthemen hast du das Gefühl, dass die Nachrichten nicht mehr die ganze Wahrheit sagen? Welche Themen werden eurer Meinung nach totgeschwiegen?
Euer Team von den Fisimatenten-Netzwerkern.
Transparenz ist uns wichtig: Hier finden Sie die wissenschaftlichen Grundlagen unserer Arbeit, damit Sie alles selbst überprüfen können.
Das wissenschaftliche Quellenverzeichnis für Ihre Recherche:
Hier sind die offiziellen, unabhängigen Studien, auf die wir uns in unserer lückenlosen Recherche stützen:
1. Die Volontärs-Studie (Wer macht die Nachrichten?)
Offizieller Name: „Wie divers ist der ARD-Nachwuchs?“ (Ein Teilprojekt im Rahmen des Forschungsprojekts „Are Journalists Today’s Coal Miners?“)
Beteiligte Institutionen: Durchgeführt vom offiziellen Branchenmagazin „journalist“ in Kooperation mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der University of Oxford.
Inhalt: Diese Befragung unter dem Journalistennachwuchs von ARD und Deutschlandradio brachte das extreme politische Ungleichgewicht ans Licht (über 90 % Parteipräferenz für Grüne, SPD und Linke).
Wo zu finden: Veröffentlicht auf der offiziellen Fachseite des Magazins unter www.journalist.de (Suchbegriff: „Wie divers ist der ARD-Nachwuchs“).
2. Die 10.000-Beiträge-Perspektivenstudie (Das nuancierte Bild der Medien)
Offizieller Name: „Fehlt da was? Perspektivenvielfalt in den öffentlich-rechtlichen Nachrichtenformaten“
Beteiligte Institutionen: Herausgegeben und durchgeführt vom Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ko-finanziert durch die unabhängige Stiftung Mercator.
Inhalt: Die bislang umfangreichste wissenschaftliche Untersuchung dieser Art. Es wurden knapp 10.000 reale Beiträge von ARD, ZDF, RTL und großen Zeitungen analysiert. Sie wies statistisch nach, dass wertkonservative und marktliberale Perspektiven in den Medien messbar zu kurz kommen.
Wo zu finden: Offiziell abrufbar auf der Website der Stiftung unter www.stiftung-mercator.de (im Presse- und Publikationsbereich).
3. Die Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen
Offizieller Name: „Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen“ (jeweils die aktuellen Jahresberichte)
Beteiligte Institutionen: Ein fortlaufendes, jahrelanges Forschungsprojekt des Instituts für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Inhalt: Untersucht seit vielen Jahren repräsentativ in der Bevölkerung, wie stark die Menschen den klassischen Nachrichten (Tagesschau, RTL Aktuell etc.) noch vertrauen, wo die Diskrepanzen liegen und warum sich immer mehr Menschen von den traditionellen Angeboten abwenden.
Wo zu finden: Alle Ergebnisse und Schaubilder sind öffentlich zugänglich unter der eigenen Projekt-Datenbank der Universität: medienvertrauen.uni-mainz.de.



